Montag, Oktober 09, 2017

MEINE ANLEITUNG ZUM GLÜCKLICHSEIN

Drei Damen am Nachbartisch haben mich dazu angeregt diesen Post zu schreiben und mit Euch zu teilen. Tatsächlich werde ich oft gefragt warum ich immer so relaxt, zufrieden oder glücklich aussehe. Bitteschön hier eine Anekdote dazu. Oder vielmehr MEINE Anleitung zum Glücklichsein:
Es ist mindestens 10 Jahre her, wahrscheinlich schon länger, aber ich erinnere mich daran als wäre es gestern. Ich weiss nicht mehr genau wo es war, aber es war auf einer Reise. Wir saßen in einem großartigen Restaurant, und wohnten in einem wunderschönen Hotel und ich hatte die ganze Zeit irgendetwas zu meckern. Irgendwas hatte im Hotel beim Checkin nicht geklappt, irgendwas funktionierte im Zimmer nicht und beim Abendessen war die Bedienung auch doof und und und. Ich ertappte mich dabei, dass ich mich zu einer "meckernden Blondine" entwickelte. "Meckernde Blondinen" sind ein Menschenschlag, den ich bis heute verabscheue. (Willkommen in meiner Vorurteile - Schublade.) Ich will diesen Schlag Mensch mal so beschreiben: Menschen die alles haben, den ganzen Tag ein langes, mauliges Gesicht ziehen und über alles meckern, an allem rumkritisieren und im schlimmsten Fall auch noch über ihre Freunde herziehen. Kurz und knapp: sehr unzufriedene Menschen!
Ca. 10 Jahre später (gestern) in Spanien, Valencia: Wir wohnten in einem wunderschönen Hotel mit Meerblick, besser gesagt WAR das Hotel mal wunderschön. Der atemberaubende Blick war so perfekt wie am Tag der Eröffnung, dennoch die Badewanne fiel auseinander, die Dusche war etwas gammelig, und über dem Bett hatte sich die Klimaanlage auch ein wenig dem Schimmel ergeben, die Rezeption hatte vergessen anzurufen das unser Zimmer fertig ist und und und. Als wir feststellten, das es nicht das Fenster war, das nicht richtig schließt, sondern das zwischen Fensterrahmen und Fenster eine Faust passt, mussten wir so unglaublich lachen.
Gestern Nachmittag sagte mein Freund dann, "Booking" möchte wissen wie uns das Hotel gefallen hat? Ja, großartig! 
Ja, tatsächlich fanden wir es großartig. Wir hatten eine Kaffeemaschine auf dem Zimmer, einen unglaublichen Blick auf das Meer, ein kuscheliges Bett, einen prima Bademantel und um uns herum unfassbar freundliche Spanier und obendrein diese herrliche Dachterrasse mit einem etwas in die Jahre gekommenen Jakuzzi.
Und wen traf ich zahlreich im Hotel? Einen Haufen "meckernde Blondinen" mit mauligen Gesichtern. Nicht ein einziges lächeln.
Man bin ich froh, das ich vor 10 Jahren in den Spiegel gesehen habe und mich ermahnte: Besler, du solltest dich mal reden hören, ich finde dich grad ziemlich doof!
Und wisst ihr was? Im Gegensatz zu den mauligen Gesichtern hatten wir die schönsten Tage in Valencia. Die typisch spanischen "Kleinigkeiten" haben uns höchstenfalls zum lachen gebracht.
Und warum erzähle ich Euch das alles? Weil ich glaube, das Glücklichsein zum Teil auch Einstellungssache ist. Das bedeutet nicht, das wir uns nie beschweren, um zu bekommen, was wir gebucht oder bezahlt haben. Das machen wir sogar mit strengem Gesicht und machmal müssen wir uns dabei das lachen verkneifen. (Ich würde dann gerne mal mit russischem Akzent wie ein russischer General sprechen, aber mich nimmt ja so schon niemand ernst.) Jedenfalls, wenn wir erhalten was wir gebucht haben, bedanken wir uns brav mit einem vernünftigen Trinkgeld.
Das grandiose Geheimrezept: wir versuchen uns niemals vom Ärger beherrschen lassen und verderben uns ganz sicher dadurch nicht einen gemeinsamen Tag. Ich sehe in erster Linie das Schöne und Gute und bin Dankbar dafür und dazu gehört unbedingt sich anderen Menschen respektvoll gegenüber zu verhalten, insbesondere wenn sie mir meinen Dreck hinterhertragen.

Also willkommen in Spanien und denkt daran das Glas ist halbvoll:-)
*in meinem Fall durchaus auch die Kaffeetasse:-)












XOXO Tonja

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